
Eine Zeitreise in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als kaum ein Mensch den Fall der Mauer für möglich hielt: Auf kabarettistische Weise werden Geisteshaltungen und Gedankenwelten dieser Zeit ins Visier genommen und die ideologischen Grabenkämpfe noch einmal ausgefochten. Das beginnt in der Familie beim Streit über das Aussehen und die Musik der Jugendlichen, setzt sich fort in der Illusion vom Aussteigen aus der Wegwerfgesellschaft und beleuchtet die neue Rolle der Frau, fragt nach Rezepten gegen die Bedrohung durch die 'Sowjets' oder die Gefahr durch radikale Linke und vieles mehr. Die Mauer ist gefallen und damit so manche über Jahrzehnte hinweg verfestigte Bewertung.
Der Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr startete 1990 das Projekt "Seniorentheater", mit dem es älteren Menschen ein Angebot zu einer aktiven Freizeitgestaltung in Gemeinschaft mit anderen machte. Unter der künstlerischen und pädagogischen Leitung von Eckhard Friedl hat sich aus diesem Projekt das Theater Mülheimer Spätlese entwickelt, ein von der Leonhard-Stinnes-Stiftung gefördertes und als eingetragener Verein konstituiertes Theater.
Mit seinem rund 30 köpfigen Ensemble im Alter zwischen 60 und 81 Jahren gehört der Verein zu den größten Seniorentheatern Deutschlands. Inszwischen kann das Theater auf 19 Eigenproduktionen zurückblicken. Darüber hinaus präsentiert es sich bei landesweiten Festivals und lädt Gastspiele anderer Seniorentheater in die eigene Spielstätte ein.
Die Seniorentheaterreihe "Theater aus NRW zu Gast in Mülheim an der Ruhr" wird vom Theaterbüro - Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr in Kooperation mit dem Theater Mülheimer Spätlese durchgeführt.